Jedes dritte Familienunternehmen in Deutschland steht in den nächsten zehn Jahren vor einem Generationswechsel. Trotzdem behandeln viele Nachfolge als juristisches oder steuerliches Thema — nicht als strategisches Transformationsprogramm.
Nachfolge ist Governance
Wer übernimmt welche Rolle? Wie werden Entscheidungen getroffen, wenn der Gründer nicht mehr operativ führt? Ein Familienrat, klare Kompetenzregeln und ein externes Advisory Board sind keine Formalitäten — sie sichern Handlungsfähigkeit.
CAM begleitet Nachfolge als integriertes Programm: Governance zuerst, dann operative Übergabe, parallel technologische Modernisierung wo nötig. Technologie und Nachfolge in getrennten Projekten zu fahren, ist einer der häufigsten Fehler.
Timing: früher als gedacht
Idealerweise beginnt die strukturierte Nachfolgeplanung fünf bis sieben Jahre vor dem Übergabetermin. Steueroptimierung, Bewertung und Käufer-/Nachfolgersuche brauchen Zeit. Wer erst bei gesundheitlichem Anlass startet, verhandelt unter Druck.
Erfolgsfaktoren aus der Praxis
Erfolgreiche Nachfolgen haben drei Gemeinsamkeiten: ein benannter Nachfolge-Sponsor auf Vorstandsebene, ein dokumentierter Fahrplan mit Meilensteinen und externe Begleitung für konfliktträchtige Entscheidungen. Emotionalität ist normal — Struktur macht sie produktiv.